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Namibia - Botswana - Sambia

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Bericht einer Reise durch Namibia, Botswana uns Sambia. 

September 2006: Endlich war es soweit. Unser erster Kontakt mit dem "Schwarzen Kontinent". Was würde uns erwarten, entsprach alles unseren Vorstellungen? Um es vorweg zu nehmen, wir waren und sind begeistert. Schon früh begann die Planung. Wieder als Individualtourist mit Mietwagen oder doch besser geführt? Welches ist die beste Jahreszeit?
Im Internet entdeckten wir ein kleines Safariunternehmen welches Touren mit Geländewagen und Zelt anbietet. Die Tour entsprach genau unseren Vorstellungen, die Highlights Nambias, das Okavangodelta und schließlich die Viktoriafälle. Mehr kann man in der geplanten Zeit nicht sehen, auf eigene Faust fast unmöglich. Der Preis war ok, preiswerte als individuell organisiert.
Wir gabelten die Flugstrecke Windhoek - Livingstone, so dass wir und die langwierige Rückfahrt sparen konnten.
Auch der Monat September erwies sich als ideal. Zwar ist die Landschaft ziemlich verdörrt, zur Tierbeobachtung ist es in der Trockenzeit jedoch ideal. Für die Nächte empfiehlt sich ein dicker Schlafsack, tagsüber ist es aber angenehm warm und sonnig.
Nach einem kurzen Aufenthalt in Windhoek, den wir zum Besuch von Freunden nutzten, ging es endlich los.
Der erste Teil der Tour sollte uns nach Soussusvlei und in die Küstenstadt Swakopmund führen. Über den Gamsbergpass ging es auf ungeteerten Straßen (die erste Reifenpanne!) quer durch die Namib bis nach Sessriem, am gleichnamigen Canyon. Am Nachmittag angekommen, machten wir unsere ersten Erfahrungen mit dem Aufbau der Zelte, später war es nur noch eine Sache von Minuten. Vor Sonnenuntergang noch schnell auf die naheliegende Elim-Düne um die ersten Eindrücke dieser faszinierenden Landschaft zu genießen. Der rote Sand aus der Kalahari hat hebt sich deutlich von der kargen Namibwüste ab.Die erste nacht war kurz. Vor Sonnenaufgang wollten wir im Soussusvlei angekommen sein. Da der Park nachts verschlossen ist, kein einfaches Unterfangen für die 90 km lange Strecke. Die letzten Kilometer sind dann "4x4 only", mit ein Grund, warum es die meisten nicht bis zum Aufgang der Sonne schaffen. Unser Fahrer gab alles und die Sonne kam, als wir die erste Düne bestiegen. Wir hatten Glück, das Vlei war noch mit Wasser gefüllt. Wochen zuvor hatte es geregnet. Die Wüste lebt! Eine Gelegenheit, die sich nur etwa alle 10 Jahre bietet. Nach einem guten Frühstück dann die Besteigung des "Big Daddy", der angeblich höchsten Düne der Welt. 1 1/2 stunden schweißtreibender Aufstieg mit grandioser Aussicht. Dann Downhill wieder herunter, ein etwas anderes Erlebnis. Der Tag klang am Lagerfeuer aus, über uns Millionen von Sternen.
Die Ruhe dauerte jedoch nicht lang. Um 2 Uhr kam das große Erwachen. Sandsturm! Der feine Sand drang überall ein. Schnell die Kamera gesichert, die Kleidung in den Rücksack verstaut. Es bleib uns nichts anderes übrig, als noch tiefer in den Schlafsack zu kriechen. Es wurde hell und es stürmte noch immer. Die Zelte wurden verpackt und der am Tag zuvor so friedliche Ort, wurde schnell verlassen. Während der nächsten Stunden ging es über eine karge Mondlandschaft an die Küste nach Walfishbay. In der Lagune dann tausende von Flamingos. In der Nachbarstadt Swakopmund dann eine ordentliche Dusche um den letzten Sand zu entfernen. Die deutsche Vergangenheit ist in "Swakop" überall zu sehen. Deutsche Straßennahmen, Hansa-Hotel und Adlerapotheke um nur ein paar Beispiele zu nennen. Swakopmund ist die Freizeitstadt in Namibia. Vom Sandboardfahren bis zum Fallschirmsprung wird alles erdenkliche angeboten. Wir nutzten die Zeit zum Bummeln, Einkaufen und dem Beobachten der Robben an der Jetty. Am Abend probierten wir die ausgezeichneten Wildgerichte in einem bekannten Restaurant. Über Okahanja ging es dann am nächsten Nachmittag wieder zurück nach Windhoek.
Mit zwei Guides und drei Mitreisenden ging es weiter zum Etosha-Nationalpark. Mit über 20.000 km² eines der größten und tierreichsten Schutzgebiete der Erde. Nach dem Aufbau der Zelte ging es zum ersten "Gamedrive". Löwe, Nashorn und Elefant konnten schnell auf unserer Tierliste abgehakt werden. Den Abend genossen wir dann mit Bier und Wein am beleuchteten Wasserloch. Früh gestartet ging es von Okaukuejo, über das Halali Camp, bis Namoutoni, wo wir die zweite Nacht verbrachten. Dazwischen lagen 10 Stunden Gamedrive mit vielen, vielen Tieren.
Vom Etoshapark führte unsere Route ins Buschmannsland. Bushwalk und traditionelle Tänze standen auf dem Programm. Nachts war es bitter kalt, um 3.00 Uhr ging es aber schon weiter. Die Fahrt ins Okavangodelta ist lang, mit Pannen war zu rechnen.
Die Einreise nach Botswana verlief unkompliziert, die Strecke wurde aber immer schlechter. Am Nachmittag wurde das Guma Lagoon Camp im Okavangodelta erreicht. Hurra, ohne Panne. Am nächsten Morgen wurde die komplette Ausrüstung in ein Boot verladen,nach 45 Minuten Fahrt alles in die kleinen und wackligen Mokoros umgepackt.
Bis zum Lagerplatz auf einer Insel waren es etwa 2 1/2 Stunden. Keine Toilette, kein fließendes Wasser, dafür aber jede Menge Geräusche. Die Hippos waren schon zu hören. Nach kurzer Rast, ging es mit den Mokoros los, um die Flusspferde aus der Nähe zu beobachten. Zu nah aber dann doch nicht, denn die Hippos gelten als aggressiv und angriffslustig. Passiert ist nichts, auch wenn sie in der Nacht ums Zelt liefen.
Nie das Zelt verlassen, keine Nahrungsmittel im Zelt und niemals Schreien. Die "Regeln" muss man einhalten.
Die Zelte sollten möglichst früh aufgebaut werden, damit diese von den Tieren gesehen und nachts nicht einfach umgerannt werden.  Wenn das mal klappt .....Nach einer etwas unruhigen Nacht ging es nach einer weiteren Mokorotour und einem "Bushwalk" zurück ins Camp. Duschen und Erholen war angesagt.
Der nächste Tag begann mal wieder sehr früh. Ab nach Norden, zurück nach Namibia.  Zunächst ging es in den Mahango Nationalpark. Die Popafälle kann man sich sparen und so ging es schnell weiter über den Trans-Capri-Highway bis zum Nambwa-Camp im Caprivi-Gamepark. Wieder ein Platz mitten zwischen den Tieren. Flusspferde und Elefanten beim Baden. Nur der Leopard als letzten der Big Five kam uns nicht vor Objektiv. Kurz vor Sonnenuntergang dann das nächste Abenteuer. Unser Geländewagen war von einer Elefantenherde eingekesselt. 30 Minuten keinen Ton und keine falsche Bewegung. Die Nacht war dann aber ausgesprochen ruhig, wahrscheinlich war man wohl doch etwas geschafft.
In Sambia dann ein anderes Bild von Afrika. An den Straßen einfache Strohhütten, die Armut war sichtbar. In Livingstone endete unsere Tour. Bis zum Rückflug über Johannesburg, hatte wir noch zwei Tage Zeit.  Die Viktoriafälle standen auf dem Pogramm. Leider führen die Fälle in der Trockenzeit nicht sehr viel Wasser. Der Flug im Ultralight-Flugzeug über die Fälle, war jedoch der krönende Abschuss dieser Reise.

 

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