Hanoi - Die Hauptstadt
Auf der Fahrt vom Flughafen zur Innenstadt setzt wohl bei jedem, kurzfristig, der Kulturschock ein.
Aber spätestens wenn man sich zu Fuß durch das Gassen-Wirrwarr der Altstadt begibt, fühlt man sich schon wohler. Zuerst traut man sich nicht mal über die Straße, immerhin kommen unzählige Motorräder, Fahrräder, Cyclos, Autos, Busse und sonstige Verkehrsmittel auf einen zugefahren. Das Prinzip heißt einfach losgehen; es ist dann alles halb so schlimm.
In Vietnam dreht sich alles um den Namen Ho Chi Minh oder Bac Ho (Onkel Ho) wie ihn die Einheimischen nennen.
So zählen auch das Ho Chi Minh Mausoleum, - Museum und die Wohnstätte zu den Top Besucherattraktionen von Hanoi. Zu beachten ist, daß das Mausoleum nur von 8:00 bis 11: 00 Uhr geöffnet ist. Wie auch das Museum ist es montags ganz geschlossen !
Eintritt: Mausoleum 4000 d, Museum 5000 d, Ho Chi Minh Haus incl. Führung noch einmal 3000 d. Auf dem gleichen Gelände liegt auch die Einpfahl - Pagode.
Nicht versäumen sollte man eine Vorstellung im Wasserpuppentheater am Hoan Kiem See. Vorstellungen sind täglich. Die Karten erster Klasse kosten 40000 Dong, dafür erhält man auch noch eine Musikkasette und einen Fächer. Die zweite Klasse kostet 20000 Dong, die Plätze sind, bei Nachfrage von Touristen, aber meistens schon alle voll ?!
Der Literaturtempel Van Mieu ist am besten mit dem Cyclo zu erreichen. Der Eintritt beträgt, wie auch für den Ngoc Son Tempel im Hoan Kiem See, 12000 Dong.
Viel zu sehen gibt es vor allem auch in den Gassen und auf den Märkten der Altstadt (Viertel der 36 Gassen). Auch das ein oder andere Mitbringsel kann man hier gut erstehen. Zum Beispiel Treckingsandalen und Rucksäcke aller führenden Hersteller zu Spottpreisen.
Touren
Die unzähligen Traveller - Cafe`s in der Hang Bo und Hang Bac Straße bieten vor allem Touren in die Halong Bucht, zur Parfümpagode und in die Umgebung von Sa Pa an. Meistens ist die Unterkunft und das Essen im Preis mit eingeschlossen, nur die Getränke müssen noch selbst gezahlt werden. Auf eigene Faust ist dies nicht billiger zu machen. Für ein selbst gechartertes Boot in der Halongbucht zahlt man evtl. mehr, wie für die gesamte Tour!!
Hier eine kleine Auswahl der angebotenen Touren:
1 Tag: Parfüm Pagode, Trockene Halongbucht ca. 12 US $ (Wir haben es zeitlich leider nicht geschafft, es soll sich aber wirklich lohnen !)
2 Tage: Halong Bucht mit Übernachtung auf der Insel Cat Ba ca. 20 US$
3 Tage: Halong Bucht mit 2 Übernachtungen auf der Insel Cat Ba ca. 26 US$
4 Tage: Sa Pa ca. 29 US $, aber nur Freitags und Samstags; andere Tage nur Privattouren ca. 70 US $ / Pers.
Besonderheit bei den Halong Bucht Fahrten:
Überall wird eine "kleine Gruppe" versprochen. Das stimmt aber nur auf dem zweiten Blick. Es fahren fast alle Veranstalter mit den selben Bussen / Schiffen. Jeder Veranstalter stellt nur seinen eigenen "Tourguide" - da haben wir die Kleingruppe und es kann wirklich keiner verloren gehen.
Anreise
Die Taxis am Flughafen fahren für den festgesetzten Preis von 10 US $ in die Stadt. Für Einzelreisende gibt es auch einen Buszubringer.
Weiterreise
Der Tourbus nach Hue kostet ca. 9 US $.
Wir entschieden uns für eine Nachtfahrt mit dem Zug. Der Wiedervereinigungsexpress S1 verläßt um Punkt 21:00 Uhr Hanoi und erreicht Hue um 9:00 Uhr morgens. Diese bequeme Reise ist aber nicht gerade billig. Ein Softsleeper - Bett im 4er Abteil mit AC kostet immerhin ca. 56 US $, ein Softseat immerhin noch ca. 28 US $.
Uns hat es gefallen und man kommt ausgeruht in Hue an.
Ha Long Bay - Inselwelt im südchinesischem Meer
Mit dem Tourbus erreicht man in ca. 4 1/2 Stunden von Hanoi aus den Ort Halong City.
Mit alten klapprigen Holzschiffen geht es dann 5 Stunden durch die, oft von Dunst und Nebel verhüllte, Bucht mit seinen unzähligen, schroffen Inseln. Unterwegs wird noch an der ein oder anderen Tropfsteinhöhle angehalten; von der Größe der Hong Sung Höhle waren wir wirklich überrascht.
Es empfielt sich eine Tour mit Übernachtung auf der Insel Cat Ba zu buchen, Halong City selbst ist nämlich im Moment eine große Baustelle.
Hat man sich für eine 3 Tage Tour entschieden, wird am 2. Tag der Cat Ba Nationalpark besucht. Der "lange Trek" ist aber nur mit gutem Schuhwerk und etwas Kondition und Schwindelfreiheit zu bewältigen. In den Tälern selbst, wimmelt es von bunten Schmetterlingen.
Am 3. Tag geht es dann wieder 4 Stunden mit dem Boot zurück durch die Inselwelt und erreicht dann Hanoi mit dem Bus wieder am frühen Abend.
Dort könnte man dann noch den Nachtzug oder Nachtbus zur Weiterfahrt nach Hue nehmen.
Reisende mit wenigeren Urlaubstagen sollten überlegen, statt der Halongbucht, lieber, von Saigon aus, eine Tour in das vielleicht interessantere und lebhaftere Mekongdelta zu unternehmen !
P.S.: In diesem Punkt hatten wir schon öfter Kontakt zu anderen Reisenden die die Halongbucht für schöner empfanden. Sicher spielt hier vor allem das Wetter eine große Rolle. Also, ein paar Tage mehr einplanen und Beides besuchen !
Hue - Die Kaiserstadt am Parfümfluß

In Hue können wir es unbedingt empfehlen sich ein Fahrrad zu mieten um die Kaisergräber zu besuchen. Räder gibt es überall zu leihen. Leider sind die Eintrittspreise für Ausländer in der Stadt Hue mit einheitlich 55000 Dong unverhältnismäßig hoch. Aber allein schon die Fahrt dorthin und das Übersetzen auf die andere Flußseite ist ein Erlebnis. Zwei oder drei Gräber sollte man sich aber doch anschauen. Am interessantesten dürften die Gräber Minh Mang, Tu Duc und Khai Dinh sein.
Ein weiteres Highlight der Stadt ist die Zitadelle mit dem Kaiserpalast und der innenliegenden Verbotenen Stadt (zusammen 55000 Dong Eintritt).
Zur etwas außerhalb liegenden Thien Mu Pagode, dem Wahrzeichen der Stadt, gelangt man am besten per Cyclo, man kann dann auch mit dem Boot zurückfahren (Cyclo ca. 10000 Dong, Boot 10000 pro Person, der Eintritt zur Pagode ist ausnahmsweise einmal frei). Von der Pagode hat man einen wunderschönen Ausblick auf den Parfümfluß, der auch "Fluß der Wohlgerüche" genannt wird.
Weiterreise
Für 3 US $ fährt der Tourbus (z.B. vom Sinh Cafe) in Richtung Danang und Hoi An. Der 8:00 Bus legt dabei auf der Strecke noch Besichtigungs- und Fotostopps ein. Eine aüßerst bequeme Möglichkeit so auch den Wolkenpaß, das Cham Museum in Danang und sogar die Mamorberge und den China Beach zu sehen. An den Mamorbergen reicht die Zeit, um den 1 stündigen Rundgang zu schaffen. Das Mittagessen muß man halt ausfallen lassen. Bis Hoi An benötigt der Bus ca. 6 Stunden, der Nachmittags - Direktbus schafft die Stecke in 3 Stunden.
Hoi An - Ein bezauberndes Dorf in Zentralvietnam
Zwar hat der Tourismus in Hoi An schon richtig Einzug gehalten, dennoch oder vielleicht auch gerade deshalb, kann man sich hier wohl fühlen. Wir hatten das Glück zum Festival hier zu sein und die Stadt war mit unzähligen bunten Lampions geschmückt.
In der Nähe (ca. 4 km) liegt der schöne Cua Dai Beach; Sandstrand soweit das Auge reicht. Wir fanden es hier angenehmer, wie im überfüllten Nha Trang. Liegestühle gibt es kostenlos, wenn man in den Strandlokalen etwas trinkt oder ist. Die Anreise ist mit dem Fahrrad überhaupt kein Problem; für einen "bewachten" Parkplatz zahlt man bescheidene 1000 Dong.
Die Altstadt mit seiner Uferpromenade und den daran liegenden Restaurants lädt zum Bummeln und Shoppen ein. Vor allem die unzähligen Schneidereien und Galerien sind einen Besuch wert.
Touren
Die Altstadt mit seiner Uferpromenade und den daran liegenden Restaurants lädt zum Bummeln und Shoppen ein. Vor allem die unzähligen Schneidereien und Galerien sind einen Besuch wert.
Weiterreise
Eine Nachtfahrt mit dem Minibus nach Nha Trang erweist sich wegen der schlechten Wegstrecke als Quälerei. Da sind auch die 8 US $ zu viel! Besser ist wohl ein großer Tourbus (Sinh Cafe) oder gleich ein Flug (ca. 70US $) oder eine Bahnfahrt.
Nha Trang - Der Badeort
.... oder besser die Badestadt. Der kilometerlange Strand liegt nämlich vor einer Großstadtkulisse; um mal eine Erholungspause einzulegen, aber keine schlechte Wahl. Berühmt in Travellerkreisen ist die Stadt vor allem wegen der Bootstouren. Mama Hanh, Mama Linh, TM Brother Cafe veranstalten nette Ausflüge zu den vorgelagerten Inseln. Für gerade einmal 7 US $ gibt es einen Tag Schwimmen, Schnorcheln, Seafood - Buffet, exotisches Obst und die Floatingbar, bei der es, in Rettungsringen schwimmend, jede Menge Maulbeerwein zu trinken gibt. Ein netter Spaß - Ausflug.
Weiterreise
Tourbusse fahren für ca. 10 US $ nach Saigon oder, für den der noch etwas mehr Zeit hat, nach Da Lat (7 US $).
Auf der Fahrt gibt es die Möglichkeit die berühmten Cham Türme Po Klaung Garai in der Nähe von Phan Rang zu besichtigen.
Dalat - Klein Paris im zentralen Hochland
Das milde, kühle Klima in 1500 m Höhe lockte schon immer viele Besucher an; heute sind es vor allem vietnamesische Hochzeitspaare. Auf der Strecke nach Saigon ist es aber ein netter Ort, um hier mal einen Tag zu verweilen, obwohl die Landschaft hier ziemlich europäisch aussieht.
Den Kolonialbahnhof, das Crazy House (ein verrücktes Hotel), das Minderheitendorf Chicken Village, eine Seidenraupen - und Pilzzucht, Wasserfälle und Plantagen usw... alles am besten auf einer Tour mit einem Motorrad - Guide zu erleben. Für 10 US $ wird einen viel gezeigt.
Mehrtagesausflüge mit einem Motorradguide füren ins Bergland von Dac Lac und sogar entlang der Südküste bis ins Mekongdelta. Preis ca. 30 US $ pro Tag. Wie man den Gästebüchern der Local - Guides entnehmen kann, waren viele davon begeistert. Viel zu sehen und zu erleben gibts dabei bestimmt !?
Reizvoll ist auch ein Gang über den Zentralmarkt. Als Spezialität gibt es hier überall getrocknete Früchte wie z.B. Erdbeeren oder Maulbeeren zu erstehen; ein nettes Mitbringsel für die Daheimgebliebenen.
Weiterreise
Der Tourbus nach Saigon kostet ca. 10 US $ und benötigt für die Strecke ca. 8 Stunden.
Saigon (Ho - Chi - Minh - City)

HCM - City, die größte Stadt des Landes, modern, weltstädtisch und stark vom "Westen" geprägt.
Im Stadtbezirk Saigon ist der französische Kolonialeinfluß noch deutlich zu erkennen. Das alte Rathaus, die Oper und die Kathedrale Notre Dame sind nur einige Beispiele hierfür. Die damalige Prachtstraße Rue Catinat, mittlerweile in Dong Khoi umbenannt, ist auch heute noch das (touristische) Zentrum der Stadt. Ein Bummel vom Saigon - Fluß bis zur Kathedrale ist also Pflichtprogramm.
Während sich auch alle großen Luxushotels in diesem Bereich befinden, hat sich die Travellerszene etwas außerhalb angesiedelt:
Die Pham Ngu Lao ist Vietnams Antwort auf die Khao San in Bangkok !
Auf der Travellermeile gibt es unzählige Hotels (DZ ca. 10 US $), Traveller - Cafe`s, Tourbüros und zum Kaufen alles was das Herz begehrt. Auch Raubdrucke von Reiseführern (z.T. auch in deutsch) und Raubkopien der neuesten CD´s und CD - Rom werden hier angeboten. Wer etwas kaufen möchte, sollte aber vorher, auf den großen Märkten der Stadt, die Preise abchecken.
Unbedingt besuchen sollte man auch das Chinesenviertel Cholon mit seinen Märkten und Pagoden. Angenehm auch auf einer Cyclo - Rundfahrt. Unbedingt die Preise vorher aushandeln. Für längere oder sogar Tagestouren gilt als Richtpreis ca. 1,5 US $ pro Stunde pro Cyclo.
Wer mehr über den Vietnamkrieg erfahren möchte, sollte dem Museum der Kriegsverbrechen einen Besuch abstatten (Eintritt 10000 Dong, Achtung: in der Mittagszeit geschlossen).
Touren

An der Pham Ngu Lao werden Tagestouren zum bunten, etwas kitschig wirkenden, Tempel der Cao - Dai - Sekte in Tay Ninh angeboten. Auf der Rückfahrt wird gleichzeitig das Tunnelsystem von Cu Chi besucht. Für großgewachsene Touristen wurde ein 100 m langes Teilstück "ausgebaut"; insgesamt sollen es 250 km unterirdische Gräben sein. Die Fahrt kostet 4 US $, der zusätzlicher Eintritt in Cu Chi beträgt 65000 Dong.
Mehrtagestouren führen ins Mekongdelta, eventuell auch in Verbindung mit der Insel Phu Quoc.
Die Reise fand im Jahr 2000 statt.





